2 Kommentare
  1. Adrian
    Adrian sagte:

    Guten Tag Angela
    Du sprichst mir aus der Seele. Als Verantwortlicher zum Aufbau eines Stabilisierungscoaching für den Kt Bern, heutiger Stv Leiter und aber vielmehr als praktizierender Coach bin ich mit Team fast jeden Tag mit Themen wie Verlust, Trauer, Angst, Orientierungs-Perspektivelosigkeit „konfrontiert“. Du bringst damit also ein wichtiges Thema auf, innerhalb unseres Teams wird dies durchaus auch kontrovers diskutiert. Gerade weil die Grenzen fliessend sind, ist es umso wichtiger ein Sensorium für gewisse Parameter die auf „Gefahrenzonen „ hinweisen, zu haben. Aus unserer Sicht gibt es die durchaus, sie sind dabei aber zu diskutieren und vor allem beim Einzelnen zu implementieren. Die Haltung ist hier mitentscheidend.

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  2. Annette Schönholzer
    Annette Schönholzer sagte:

    Hallo Angela, und herzlichen Dank für deine aufrichtige Schilderung einer Coaching-Situation im Grenzbereich und die Aufnahme dieses wichtigen Themas!
    Ich glaube, dass wir Coaches uns mehr denn je im Grenzbereich bewegen. Ich würde dies aber nicht nur der Pandemie zuschreiben wollen, sondern glaube, dass unsere westliche Gesellschaft sich zunehmend entgrenzt, und eine Unterscheidung zwischen privatem und beruflichem Erleben immer anspruchsvoller wird. Dies ist erkennbar am steigenden Anspruch von Organisationen UND Arbeitnehmenden, sich ganzheitlich in einen „gestaltenden“, partizipativen Arbeitsprozess einzubringen.

    Grundsätzlich glaube ich, dass wir als Coaches im Moment einer akuten Krise als Menschen dazu verpflichtet sind, anderen Menschen Unterstützung anzubieten. Wer z.B. mit integrativen Verfahren arbeitet, erlebt öfter, dass der rein berufliche Kontext verlassen wird – wie könnten wir sonst ganzheitliche Sichtweisen erlangen? Wenn dies eine unerwartet aufkommende Trauer, Wut oder Ohnmacht ist, sollten wir in diesem Moment zur Verfügung stehen, sofern wir uns noch in der Lage fühlen, diese gemeinsam mit dem Klienten zu tragen – ganz so, wie du es beschrieben hast! Natürlich kann dann sein, dass anschliessend eine Weiterverweisung stattfinden sollte oder muss.

    Ich finde das Thema sehr wichtig und freue mich über weitere Perspektiven und Erfahrungen dazu!

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