2 Kommentare
  1. Barbara Eppler
    Barbara Eppler sagte:

    Es streitet in mir dieser Text und regt mich zur differenzierten Betrachtung an. „Falsche“ Bescheidenheit, was heisst das und wann ist Bescheidenheit tatsächlich unangemessen? Kommt es nicht wieder einmal auf die eigene Beratungs-Haltung in der Rolle an? Und die Beratungs-Phase in der eigene Erfolge und Erfahrungen tatsächlich einen Mehrwert für den Klienten bieten kann?
    Zu Beginn eines Prozesses halte ich mich als Beraterin tatsächlich zurück, weil es meine Aufgabe ist möglichst viele Informationen vom Klienten zu erhalten und auf meine innere Resonanz des Mitgeteilten zu hören, was ich ja dann auch zu einem späteren Zeitpunkt widerspiegle. Meistens nach einem Recontracting (Klärung, Differenzierung, meist auch Tiefung) folgt ja bekanntlich das vertrauensvolle Arbeiten und ab da macht es für mich absolut Sinn, falls die Beziehung symmetrisch ist, dass ich meine Sichtweise zur Verfügung stelle, damit es auch mit dialogischen Methoden beim Klienten zu einer inhaltlichen Schärfung kommen kann. Ich frage meistens, ob Klient*in meinen Gedanken, die Erfahrung und Expertise hören will. Meine innere Alarmglocke leuchtet auf, falls sich Berater*innen aus der Symmetrie der Beziehung in eine Expertisen-Haltung versteigen und meinen, dass sie wissen, was richtig und falsch ist für den Klienten.

  2. Rita Schmid
    Rita Schmid sagte:

    Ich kann nur sagen, bei mir trifft das SO nicht zu, und ich bin nicht erfolglos. Eine etwas differenziertere Betrachtungsweise wäre mir lieber. Etwas vom wichtigsten für mich ist, authentisch zu sein – mit wachsamer Sorgfalt – und dem notwendigen Wissen und genügend Selbstreflexion für die Beratertätigkeit im Rucksack . rita schmid

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